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L?

OM-4 Ti: Das Top-Deck

Sonntag, 10. Dezember 2017, 21:29

Das Oberdeck der OM-4 Ti ist eines der interessantesten - und für mich schönsten - unter Kleinbildkameras. Es verrät auch, dass die Ti über eine ausgeklügelte Belichtungsmessung verfügt.

OM-4 Ti: Das Top-Deck

OM-4 Ti: Das Top-Deck


Links die ASA-Einstellung und Belichtungskorrektur +/- 2 Lichtwerte als Override zur automatisch ermittelten Belichtung. Damit lassen sich überdurchschnittlich helle und dunkle Motive korrigieren. Daneben der Hebel zum Umstellen zwischen Zeitautomatik, manueller Einstellung von Zeit und Blende sowie Batterieprüfung.

Auf der rechten Seite der Drehring zur Messwertspeicherung (um den Auslöser gelegt) und Messwertspeicher-Löschung. Bei einem gespeicherten Wert blinkt die rote LED zwei Mal pro Sekunde, dazu Anzeige MEMO im Sucher. Unter der Leuchtdiode die Spotmesstaste mit der bis zu acht Einzelmessungen gespeichert werden können. Links daneben je eine Taste für Highlight-und Shadowkorrektur, ebenfalls bei Spotmessung. Aktivierte Belichtungskorrektur, Spotmessungen und Bereichsüberschreitung (auf Wunsch kombiniert mit einem akustischen Alarm) werden ebenfalls im Sucher auf einer weißen LCD-Skala angezeigt, die beleuchbar ist.

Mit allen diesen Einstellmöglichkeiten lässt sich die Belichtung rasch und intuitiv korrigieren und man braucht das Auge dabei nicht vom Sucher zu nehmen.

Andere Kameras können das eventuell auch, keine jedoch so einfach, klar und schön angelegt wie die OM-4 (Ti).

Die letzte Gelegenheit

Montag, 4. Dezember 2017, 23:19

Der Nikon Service Point Österreich hat in Traiskirchen sein zu Hause. 23 Kilometer von Wien entfernt. Die Kommunikation via E-Mail ist sehr gut, alle Anfragen und Fragen werden prompt beantwortet.

Mein Coolscan 5000 ist auf meinem Schreibtisch seit neun Jahren in Betrieb. Moderater Einsatz, meist aus Zeitmangel, unter 10000 Scanvorgänge schätze ich. Alles funktioniert wie am ersten Tag der Zusammenarbeit, ich kenne alle Geräusche des Geräts. Sobald der Scanner zu initialisieren beginnt und sein eigentümliches Lied summt, zirpt und tönt, entspanne ich mich und lehne mich in meinem Sessel zurück. Ich weiß genau wie die folgenden Stunden vergehen werden und habe alles bereit gelegt. Die Pergaminhülle mit sechs Filmstreifen zu je sechs Aufnahmen, die Briefmarkenpinzette zum Herausziehen der Streifen aus der Hülle, die Dose Druckluft von Tetenal zum Reinigen des Films, manchmal auch die Kaiser-Leuchtplatte und asphärische Lupe von Rodenstock zum Betrachten der Aufnahmen. Nur VueScan narrt mich immer wieder und leise fluchend arbeite ich mich durch die vielen Einstellmöglichkeiten, die ich - wie so oft - schon wieder vergessen habe. Und überschreibt nicht jedes Softwareupdate die gespeicherten Einstellungen? Urlaub zu Hause, Kontemplation unter Windows 10. Zufriedenheit und Erfüllung. Eine gute Zeit.

Morgen in der Früh gibt es nach all den Jahren erstmals einen Abschied. Der Coolscan kommt zum Nikon Service Point. Check and Clean, wie es salopp für Durchsicht und Reinigung heisst. Und das musste rasch organisiert werden, denn der zuständige Techniker wird mit Jahresende nicht mehr tätig sein. Dann ist Schluss mit dem Service für bereits legendäre Geräte der Coolscan-Reihe. Ersatzteile sind noch zum Teil verfügbar, sachkundig wird der 5000er überprüft, ich hoffe insbesondere auf eine Reinigung von Spiegel und Optik innen. Denn der Staub mindert die Qualität der Scans. Obwohl mir da bisher noch nichts aufgefallen ist.

Ich werde den Scanner wieder abholen und damit ist dann zeitgleich eine Ära zu Ende. Vielleicht macht sich der Techniker ja noch selbstständig. Denn da draußen warten ungezählte Coolscan-Besitzer und Anwender auf fachkundigen Service. Mit Geräten, die den Produktzyklus ihres Herstellers schon lange überschritten haben. Und die Tag für Tag Fotos auf Film in Pixel verwandeln. In bester Qualität und fast mühelos.

Und das hoffentlich noch sehr lange.

Korrektur von Objektivverzeichnung - entbehrlich?

Samstag, 2. Dezember 2017, 21:51

Bis jetzt war ich ja ein Fan von geraden Geraden, zurechtgezupften Kissen und gebändigten Tonnen.

Aber warum muss ich eigentlich die Verzeichnung korrigieren, wenn sie dem Bild zusätzlichen Schwung gibt?

Hier mit Olympus OM-4 Ti + Zuiko 24/2.0 auf Kodak Portra 400 (KB) - die leichte tonnenförmige Verzeichnung gibt dem Bild etwas.

Ich werde mir das Korrigieren künftig überlegen :-)

Aktueller Werkstand Scan Portra 400 (KB)

Samstag, 2. Dezember 2017, 21:48

Ich beschäftige mich wieder mehr mit dem Scannen und der anschließenden Bildoptimierung.

Mein Workflow:

  • Kodak Portra 400 (KB)
  • Filmomat, C-41 Tetenal Colortec
  • Coolscan 5000, Auflösung = 4000 dpi
  • VueScan, "linearer Scan" für Konvertierung mit ColorNeg, dort Helligkeits- und Farbanpassung
  • Optimierung mit Photoshop CC: Entfernung Lila-/Magentastich der sich mitnunter in neutralgrauen Bildstellen zeigt mit dem Camera-Raw-Filter, beide Farben auf Null Helligkeitsanpassung dezentes Nachschärfen, Herunterrechnen für Demo hier


Ich bin soweit mit den Ergebnissen zufrieden, unten ein Beispielfoto mit Olympus OM-4 Ti und Zuiko 24/2.0 (Blende unbekannt)